Naturlandschaften

Naturlandschaften und Nationalparks
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Komitee prüft Nationalpark Eifel

Wie steht’s um die Qualität im Nationalpark Eifel? – Unabhängiges Komitee prüft Nationalpark. Landesministerium erhält Ergebnisse.

Berlin, im Dezember 2009
nationale naturlandschaftenAls eine der ersten Nationalen Naturlandschaften in Deutschland nimmt das Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW derzeit freiwillig an einer bundesweiten Initiative zur Überprüfung der Managementqualität teil. Dazu hat heute ein Fachkomitee aus Landes- und Bundesvertretern, von Universitäten und Naturschutzverbänden, aus Nationalparks sowie Vertretern des Dachverbandes der Nationalen Naturlandschaften die Eifel bereist.

Während der eintägigen Evaluierung wurden Gespräche mit Mitarbeitern der Parkverwaltung geführt, Handlungsansätze für Verbesserungen diskutiert und Best-Practice-Beispiele für andere Schutzgebiete herausgearbeitet. Einschätzungen von externen Gesprächspartnern ergänzten den Ablauf. Seitens des NRW-Umweltministeriums nahm Referatsleiter Rainer Seelig teil, von der Zentrale des Landesbetriebes Wald und Holz NRW Fachbereichsleiter Friedrich Hein. Im Vorfeld hat die Nationalparkverwaltung einen umfangreichen Fragebogen ausgefüllt, der von einem Planungsbüro ausgewertet worden war.

Im Ergebnis lobte das Komitee das bisher Erreichte des Nationalparks, der erst 2004 gegründet wurde. Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit Akteuren und Multiplikatoren der Region genieße der Park eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Nicht zuletzt habe dazu eine strategisch durchdachte und konsequent umgesetzte Öffentlichkeitsarbeit beigetragen. Auch stelle das Schutzgebiet einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor und eine touristische Chance für die Nordeifel dar, hieß es seitens der Experten.

Eine künftige Herausforderung für die Parkverwaltung werde weiterhin in einer ausgewogenen Balance von Naturschutzbelangen und Regionalentwicklungsinteressen liegen. Der Fachausschuss unterstrich dabei, dass das oberste Ziel des Nationalparks in der Umsetzung des Leitsatzes „Natur Natur sein lassen“ liege. Mit dem Ziel, den Anteil ungestörter Prozessschutzflächen innerhalb von 30 Jahren nach Nationalparkgründung auf über 75 Prozent zu erhöhen, erfülle der Nationalpark Eifel die internationalen Vorgaben.

Im Anschluss an die Evaluierung werden die Ergebnisse und Empfehlungen dem Park und dem zuständigen Landesministerium übergeben. Damit soll die Qualität des Managements langfristig gesichert und angehoben werden. Sie dienen ferner als Instrumentari-um, um Aufgaben wie Naturschutz, Forschung und Bildung sowie umweltgerechte Regio-nalentwicklung effektiv umzusetzen. In den kommenden Monaten führt das Evaluierungskomitee die Überprüfung in allen 14 deutschen Nationalparks durch. Angestoßen von EUROPARC Deutschland, dem Dachver-band der Nationalen Naturlandschaften, ist diese Initiative weltweit die Erste ihrer Art für Nationalparks.

Hintergrund:

Zur Überprüfung der Managementeffektivität von Nationalparks sind Qualitätskriterien und -standards in zehn Handlungsfeldern in einem mehrjährigen Prozess entwickelt wor-den. Damit kann nunmehr in Deutschland in den drei Schutzkategorien – Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten – auf anspruchsvolle Qualitätsstandards zurückge-griffen werden. Den Kriterienkatalog „Qualitätskriterien und -standards für deutsche Na-tionalparke“ finden Sie online unter www.nationale-naturlandschaften.de/infothek.

Unterstützt wird die erstmalige Evaluierung der deutschen Nationalparks im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Anwendung von Qualitätskriterien und -standards zur Evaluierung der deutschen Nationalparke“ vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Zusammenwirken mit den Ländern und EUROPARC Deutschland.

Kontakt und weitere Information:
Andrea Hoffmann, Projektkoordinatorin
EUROPARC Deutschland
Friedrichstraße 60, 10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82-10
Mobil: 0175/ 59 64 091
Andrea.Hoffmann@europarc-deutschland.de
www.europarc-deutschland.de
www.nationale-naturlandschaften.de

Qualitätsprüfung in Nationalparks an der Ostsee

Buchenwald - typisch für den Nationalpark Jasmund

Buchenwald - typisch im Nationalpark Jasmund

Am 20. Oktober startete ein unabhängiges Fachkomitee mit der Evaluierung der beiden Nationalen Naturlandschaften. Landesministerium erhält Ergebnisse.

Als Erste von 14 deutschen Nationalparks werden die Vorpommersche Boddenlandschaft und der Jasmund durch ein Fachkomitee aus Vertretern der Länder, des Bundes, von Universitäten und NGO’s, der AG Nationalparke sowie dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, EUROPARC Deutschland, auf ihre Managementqualität überprüft.

Während der jeweils eintägigen Evaluierung werden in Gesprächen mit der Verwaltung der Parks die Stärken und Schwächen im Management beleuchtet und erste Handlungsansätze für Verbesserungen diskutiert. Einschätzungen von externen Gesprächspartnern ergänzen den Ablauf. Ziel ist es, in den kommenden Monaten nicht nur die beide Nationalparke in Mecklenburg-Vorpommern, sondern alle 14 Nationalparks zu überprüfen und bundesweit gleiche Standards zu etablieren. Nur so können die Nationalparks ihre komplexe Aufgabenstellung, vom Schutz der Natur über Forschung und Bildung bis hin zur umweltgerechten Regionalentwicklung, effektiv bewältigen.

Im Anschluss an die Evaluierungen werden die Ergebnisse und Empfehlungen den Parks selbst und dem zuständigen Landesministerium übergeben. Schwächen sollen so auf Grundlage der vorgeschlagenen Lösungsansätze behoben und damit die Qualität des Managements langfristig gesichert und angehoben werden. Angestoßen von EUROPARC Deutschland, ist diese Initiative weltweit die Erste ihrer Art für Nationalparks.

Hintergrund

Zur Überprüfung der Managementeffektivität von Nationalparks sind Qualitätskriterien und -standards in zehn Handlungsfeldern in einem mehrjährigen Prozess entwickelt worden. Damit kann nunmehr in Deutschland in allen drei Schutzkategorien – Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten – auf anspruchsvolle Qualitätsstandards zurückgegriffen werden. Den Kriterienkatalog „Qualitätskriterien und -standards für deutsche Nationalparke“ finden Sie online unter www.nationale-naturlandschaften.de/infothek.

Unterstützt wird die erstmalige Evaluierung der deutschen Nationalparks im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Anwendung von Qualitätskriterien und -standards zur Evaluierung der deutschen Nationalparke“ vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Zusammenwirken mit den Ländern und EUROPARC Deutschland.

Quelle, Kontakt und weitere Information:
Andrea Hoffmann
Projektkoordinatorin
EUROPARC Deutschland
Friedrichstraße 60, 10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82-10
E-Mail: Andrea.Hoffmann@europarc-deutschland.de
Internet EUROPARC: www.europarc-deutschland.de
Internet Naturlandschaften: www.nationale-naturlandschaften.de

Biosphärenreservat Mittelelbe verschickt Tiere zur Wiederansiedlung

Elbe-Biber aus Nationalen Naturlandschaften nagen bei europäischen Nachbarn

Biber auf Tour

Biber auf Tour

Seit Donnerstag ist die Biberpopulation im Biosphärenreservat Mittelelbe um zwei Familien ärmer geworden. Die Tiere sind auf den Weg in die dänische Region Seeland und ins niederländische Hunzegebiet gebracht worden, um dort wiederangesiedelt zu werden.

Um an die nachtaktiven und sehr scheuen Tiere heranzukommen, ist viel Erfahrung und Wissen notwendig. Günter Weißköppel und Peter Ibe vom Biosphärenreservat  haben Ende Oktober mit dem Einfangen begonnen. Bei Einbruch der Dämmerung verharren die Experten in ihrem Versteck. Zuvor haben sie Netze ins Wasser gespannt. Manchmal dauert es bis Mitternacht, bis sich die Tiere zeigen. „Während man vorher ein paar Stunden lang ganz still gesessen hat, ist es plötzlich eine Sache von Sekunden, in denen man das Netz zuziehen muss“, erzählt Annett Schumacher vom Biosphärenreservat. Wenn man Pech hat, ist nur eine Bisamratte drin, die den jungen Bibern sehr ähnlich sehen. Um komplette Familien zu fangen, liegen die Biberfachleute zur Sicherheit an mehreren Nächten hintereinander auf der Lauer.

Dass man die Nager heute gegen eine kleine Aufwandsentschädigung verschenken kann, ist nicht immer so gewesen. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg war die autochtone Population der Elbebiber bis auf 300 Tiere zurückgegangen. „Mit nur einer Seuche wären die Biber wahrscheinlich ausgerottet worden“, sagt Annett Schumacher. Durch Schutzmaßnahmen und den Erhalt naturnaher Lebensräume konnten sich die Biber in der Nationalen Naturlandschaft erholen. Heute leben dort über 1.000 Exemplare. Bundesweit sollen es über 5.000 Tiere sein.

Erfolge verzeichnen auch die europäischen Kooperationspartner. Aus den 18 Elbebibern, die 1999 zum ersten Mal nach Dänemark verschickt wurden, hat sich ein Bestand von 120 Tieren entwickelt. „Wir achten sehr darauf, dass die Tiere in Gebiete kommen, die ihren natürlichen Lebensbedingungen entsprechen“, so Schumacher.

Hintergrund der Aktion

Die Biberfangaktionen erfolgen stets auf der Grundlage wissenschaftlich begleiteter Wiederansiedlungsprojekte und erfolgen mit Genehmigung des sachsen-anhaltischen Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt sowie in enger Abstimmung mit dem Landesverwaltungsamt und der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe (Landesreferenzstelle für den Biberschutz). Die Zielregionen haben bestimmte Richtlinien/Auflagen zur Wiederansiedlung umzusetzen und insbesondere die benötigten Voraussetzungen vor Ort zu schaffen. Dazu gehört insbesondere, dass ein ausreichend großer und in Nahrungsangebot und Landschaftsstruktur geeigneter Lebensraum vorhanden sein muss. Im Rahmen solcher Wiederansiedlungsprojekte in Regionen, in denen der Biber einst beheimatet war, wurden seit 1973 bereits rund 460 Tiere aus der Elbaue in verschiedene Regionen Deutschlands und Europas umgesiedelt.

Die Nationalen Naturlandschaften vereinen als Dachmarke alle deutschen Großschutzgebiete unter einem Namen. Ihr Ziel ist es, die derzeit 14 Nationalparks, 15 Biosphärenreservate und über 100 Naturparks durch ihren gemeinsamen Auftritt zum Inbegriff für die Schönheit deutscher Natur zu machen. Die Nationalen Naturlandschaften bieten den Großschutzgebieten einen einheitlichen gestalterischen Rahmen, der Besuchern, Förderern und Medien Orientierung, Überblick und Wahrnehmung der zahlreichen Angebote erleichtern soll. Die Nationalen Naturlandschaften werden von der Dachorganisation der Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks EUROPARC Deutschland getragen sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt.

Quelle und weitere Information:
Vivian Sophie Kreft
Leiterin Kommunikation
EUROPARC Deutschland e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82-20
E-Mail: vivian.kreft@europarc-deutschland.de
Internet: www.nationale-naturlandschaften.de
Foto: Mirko Pannach