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Artikel der Kategorie ‘Nationalparke’

UNESCO-Biosphärenreservate schützen Klima

Deutsche UNESCO-Biosphärenreservate erhalten weltweite Anerkennung  ihrer Arbeit zum Klimaschutz

Die 193 Mitgliedsstaaten der UNESCO haben auf der 35. Generalkonferenz im Oktober in Paris eine wegweisende Resolution zu den UNESCO-Biosphärenreservaten beschlossen. Der Text stärkt die Schutzgebiete in ihrer Vorreiterrolle auf der Suche nach konkreten Lösungen für die globalen Herausforderungen wie Artenschwund und Klimawandel. Diese weltweite Anerkennung ehrt besonders die 15 deutschen UNESCO-Biosphärenreservate und ihre Arbeit im Jahr der Biosphärenreservate 2009. Darüber hinaus stärkt und unterstützt die Resolution die weltweit mehr als 550 Gebiete dabei, sich zukunftsfähig auszurichten.

Gerade die Verknüpfung von Innovation mit praktischem Handeln ist ein Markenzeichen der Biosphärenreservate. „Als vorbildlich schätze ich die Ausrichtung der deutschen Biosphärenreservate auf eine nachhaltige Regionalentwicklung ein“, so Eugen Nowak, Sprecher des Arbeitskreises Biosphärenreservate bei EUROPARC Deutschland. Schutzgebiete haben auch eine entscheidende Rolle im Zusammenhang mit dem Klimaschutz. Es werden Klimaschutzwälder gepflanzt, Moore renaturiert, Mobilitätskonzepte in den ländlichen Regionen erstellt und umgesetzt sowie landschaftsverträgliche Bioenergiedörfer gebaut. Alle Maßnahmen dienen dazu, die biologische Vielfalt zu schützen und den Ausstoß von CO2 zu senken.

Dabei wird interdisziplinäre Arbeit immer wichtiger, denn Bildung spielt künftig eine größere Rolle, um für die Bedeutung und Zielsetzung nachhaltiger Entwicklung zu werben. Die Politik muss diese Modellregionen in ihrer Funktionalität weiter stärken und unterstützen, auch durch Personalaufbau statt –abbau, so Nowak. Bei der Flächensicherung für den Natur- und Artenschutz muss ebenso gehandelt werden, wie beim notwendigen Wasserrückhalt in der Landschaft.

Die Nationalen Naturlandschaften vereinen als Dachmarke alle deutschen Großschutzgebiete unter einem Namen. Ihr Ziel ist es, die derzeit 14 Nationalparks, 15 Biosphärenreservate und über 100 Naturparks durch ihren gemeinsamen Auftritt zum Inbegriff für die Schönheit deutscher Natur zu machen. Die Nationalen Naturlandschaften bieten den Großschutzgebieten einen einheitlichen gestalterischen Rahmen, der Besuchern, Förderern und Medien Orientierung, Überblick und Wahrnehmung der zahlreichen Angebote erleichtern soll. Die Nationalen Naturlandschaften werden von der Dachorganisation der deutschen Großschutzgebiete EUROPARC Deutschland getragen sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt.

Informationen zur Resolution unter:
http://www.unesco.de/35gk_biosphaerenreservate.html?&L=0

Quelle und Kontakt zur Presseinformation:
Vivian Sophie Kreft, Leiterin Kommunikation
EUROPARC Deutschland e.V.
Friedrichstraße 60, 10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82 -20
vivian.kreft@europarc-deutschland.de

Dr. Lutz Möller
Leiter Fachbereich Wissenschaft, Menschenrechte / Division of Science, Human Rights
Deutsche UNESCO-Kommission e.V. / German Commission for UNESCO
Colmantstrasse 15, 53115 Bonn
Tel. 0228/60497 22
moeller@unesco.de

Weihnachten in der Natur

Weihnachtsgrüße der Nationalen Naturlandschaften

Erich Kästner

Erich Kästner

Quelle:

Vivian Sophie Kreft
Leiterin Kommunikation
EUROPARC Deutschland e.V.
Friedrichstraße 60
10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82-20
E-Mail: vivian.kreft@europarc-deutschland.de
Internet: www.nationale-naturlandschaften.de

Komitee prüft Nationalpark Eifel

Wie steht’s um die Qualität im Nationalpark Eifel? – Unabhängiges Komitee prüft Nationalpark. Landesministerium erhält Ergebnisse.

Berlin, im Dezember 2009
nationale naturlandschaftenAls eine der ersten Nationalen Naturlandschaften in Deutschland nimmt das Nationalparkforstamt Eifel im Landesbetrieb Wald und Holz NRW derzeit freiwillig an einer bundesweiten Initiative zur Überprüfung der Managementqualität teil. Dazu hat heute ein Fachkomitee aus Landes- und Bundesvertretern, von Universitäten und Naturschutzverbänden, aus Nationalparks sowie Vertretern des Dachverbandes der Nationalen Naturlandschaften die Eifel bereist.

Während der eintägigen Evaluierung wurden Gespräche mit Mitarbeitern der Parkverwaltung geführt, Handlungsansätze für Verbesserungen diskutiert und Best-Practice-Beispiele für andere Schutzgebiete herausgearbeitet. Einschätzungen von externen Gesprächspartnern ergänzten den Ablauf. Seitens des NRW-Umweltministeriums nahm Referatsleiter Rainer Seelig teil, von der Zentrale des Landesbetriebes Wald und Holz NRW Fachbereichsleiter Friedrich Hein. Im Vorfeld hat die Nationalparkverwaltung einen umfangreichen Fragebogen ausgefüllt, der von einem Planungsbüro ausgewertet worden war.

Im Ergebnis lobte das Komitee das bisher Erreichte des Nationalparks, der erst 2004 gegründet wurde. Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit Akteuren und Multiplikatoren der Region genieße der Park eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Nicht zuletzt habe dazu eine strategisch durchdachte und konsequent umgesetzte Öffentlichkeitsarbeit beigetragen. Auch stelle das Schutzgebiet einen bedeutsamen Wirtschaftsfaktor und eine touristische Chance für die Nordeifel dar, hieß es seitens der Experten.

Eine künftige Herausforderung für die Parkverwaltung werde weiterhin in einer ausgewogenen Balance von Naturschutzbelangen und Regionalentwicklungsinteressen liegen. Der Fachausschuss unterstrich dabei, dass das oberste Ziel des Nationalparks in der Umsetzung des Leitsatzes „Natur Natur sein lassen“ liege. Mit dem Ziel, den Anteil ungestörter Prozessschutzflächen innerhalb von 30 Jahren nach Nationalparkgründung auf über 75 Prozent zu erhöhen, erfülle der Nationalpark Eifel die internationalen Vorgaben.

Im Anschluss an die Evaluierung werden die Ergebnisse und Empfehlungen dem Park und dem zuständigen Landesministerium übergeben. Damit soll die Qualität des Managements langfristig gesichert und angehoben werden. Sie dienen ferner als Instrumentari-um, um Aufgaben wie Naturschutz, Forschung und Bildung sowie umweltgerechte Regio-nalentwicklung effektiv umzusetzen. In den kommenden Monaten führt das Evaluierungskomitee die Überprüfung in allen 14 deutschen Nationalparks durch. Angestoßen von EUROPARC Deutschland, dem Dachver-band der Nationalen Naturlandschaften, ist diese Initiative weltweit die Erste ihrer Art für Nationalparks.

Hintergrund:

Zur Überprüfung der Managementeffektivität von Nationalparks sind Qualitätskriterien und -standards in zehn Handlungsfeldern in einem mehrjährigen Prozess entwickelt wor-den. Damit kann nunmehr in Deutschland in den drei Schutzkategorien – Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten – auf anspruchsvolle Qualitätsstandards zurückge-griffen werden. Den Kriterienkatalog „Qualitätskriterien und -standards für deutsche Na-tionalparke“ finden Sie online unter www.nationale-naturlandschaften.de/infothek.

Unterstützt wird die erstmalige Evaluierung der deutschen Nationalparks im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens „Anwendung von Qualitätskriterien und -standards zur Evaluierung der deutschen Nationalparke“ vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Zusammenwirken mit den Ländern und EUROPARC Deutschland.

Kontakt und weitere Information:
Andrea Hoffmann, Projektkoordinatorin
EUROPARC Deutschland
Friedrichstraße 60, 10117 Berlin
Tel. 030/288 78 82-10
Mobil: 0175/ 59 64 091
Andrea.Hoffmann@europarc-deutschland.de
www.europarc-deutschland.de
www.nationale-naturlandschaften.de